STILLE DARSTELLER

von Gastfotografin Simone Kirsch

Diese Arbeiten widmen sich Figuren, die zwischen den Welten stehen. Simone Kirsch blickt dorthin, wo wir leblose Oberflächen vermuten, und macht durch ihren Fokus ein verborgenes Eigenleben sichtbar.

Der Impuls

Begonnen hat die Serie in Marxzell: mit der Entdeckung, dass diese Figuren eine Präsenz besitzen, die über das Materielle hinausgeht. Es ist die Sorgfalt derer, die diese Puppen einst gestalteten, die ihnen eine Form von Leben einhaucht. Die Figuren werden zum Spiegel – sie reflektieren Sehnsüchte, Selbstbild, aber auch Manipulation. In den Schaufenstern entstehen kleine Bühnen; wer innehält, erkennt, welches Stück dort gespielt wird.

Raum 1: Beobachtung

Hier geht es um das Entdecken von Zwischenräumen und flüchtigen Momenten im Alltag. Die Kamera blickt hinter die Fassaden gängiger Schönheitsideale und sucht das Menschliche im Künstlichen – jenseits von Perfektion und Norm.

Raum 2: Inszenierung und Identität

Die Szenerie verdichtet sich zur bewussten Inszenierung. Epochen und Stile verschmelzen zu einem Spiel mit der Identität. Es ist die Frage danach, wie wir uns präsentieren und welche Rollen wir einnehmen – zwischen Provokation, Eleganz und Melancholie.

​„Ich meine sie atmen zu hören, ihre Gedanken zu fühlen.“

Simone Kirsch lädt dazu ein, die Grenze zwischen Objekt und Persönlichkeit aufzuheben und die Poesie dort zu suchen, wo Alltag auf Inszenierung trifft.